
Unkonventionelle Einsatzfelder
Taktische Medizin hat ihren Ursprung in militärischen und polizeilichen Szenarien, doch ihre Prinzipien reichen weit darüber hinaus. Nach den Konzepten der TCCC bestimmen nicht primär medizinische, sondern taktische Bedingungen das Vorgehen – ein Ansatz, der sich ebenso in der Wilderness, Offshore und Mountain Medicine sowie in der Katastrophenmedizin wiederfindet. Auch Einsätze im Motorsport folgen ähnlichen Mustern aus Gefahr, Ressourcenknappheit und Zeitdruck. Die neue TAKTIK + MEDIZIN zeigt, warum taktische Medizin als übergeordnetes Konzept für Versorgung unter Gefährdung verstanden werden kann. Sie bietet zudem Einblicke in Themen wie die Versorgung von Giftschlangenbissen, akute Durchfallerkrankungen in abgelegenen Regionen oder die Anwendung von Akupunktur im Gefechtsfeld – eine vielseitige Ausgabe jenseits des Mainstreams, die neue Perspektiven eröffnet.
Der Inhalt im Mai:
Militärische Evakuierungsoperationen (Teil 2): Medizinische Versorgung und Rettungskette (T. Hauer, M. Beste, J.-B. Bruguet)
Einsatzabläufe in CBRN-Lagen (Teil 2): Das Zusammenwirken operativ-taktischer Akteure (A. Schild, J. Schreiber)
Medizinische Kompetenz bei Blauhelmmissionen: Das Vereinte-Nationen- Ausbildungszentrum der Bundeswehr (C. Dombrowski)
Das Sicherheitskonzept auf der Gotthard-Straßentunnelbaustelle: Auch tief im Berg eine schnelle Rettung sicherstellen (E. Hilfiker)
Wenn der Gurt zur Gefahr wird: Das Hängesyndrom im Fokus (N. Glinkemann)
Wilderness und Remote Medicine: Schnittstellen zur taktischen Medizin (J. Mertens)
Giftschlangenbisse: Medizinische Versorgung in taktischen Lagen (I. Greb, J. Nickel)
Akute Durchfallerkrankungen im Einsatz: Pathophysiologie, Erstversorgung und Prävention (S. Wendt, S. Eßer)
Schmerztherapie im Gefechtsfeld: Vom Autoinjektor zur Akupunktur? (J. Riedel)
Gemeinsamkeiten und Besonderheiten: Taktische Medizin im Motorsport (M. Jacobi, F. Wickel, S. Marquardt)
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